Meine Narbe

Ein Film von Mirjam Unger und Judith Raunig

A 2014, HDCam, 52 Min., Deutsch

Synopsis

 

Meine Narbe - Ein Schnitt ins Leben 

 

 

Jedes dritte Baby in Österreich erblickt mittlerweile bei einem Kaiserschnitt das Licht der Welt. Die oftmals als „sanft“ beschriebene Form der Geburt ist heutzutage die häufigste Operation bei Frauen im gebärfähigen Alter. Die von der Medizin so angepriesene, weil angeblich risikoarme Form der Geburt, wird aber von Frauen vielfach als Trauma erlebt: „Der Kaiserschnitt war immer eine dunkle Wolke, die über mir gehangen ist. So viele andere Frauen bringen ihre Kinder vaginal zur Welt, nur ich schaff ’s nicht. Ich bin zu blöd dazu.“ Gedanken und Gefühle, die oft genug dazu führen, dass ihr Erlebnis mit dem Kaiserschnitt tabuisiert wird.

 

Prof. Peter Husslein, Leiter der Geburtshilfe im AKH, ist sicher, dass die Zahl solcher operativen Geburten weiter zunehmen wird. Das obwohl die Weltgesundheitsorganisation eine Rate von etwa 15 Prozent empfiehlt.

 

Das entspricht in etwa der Anzahl jener Geburten, in denen medizinische Indikationen vorliegen, die einen Kaiserschnitt unumgänglich machen. In Österreich ist die Zahl der Schnittgeburten aber doppelt so hoch. Prof. Husslein sieht daher die normale Geburt bald als Ausnahme: „Frauen werden sich ganz bewusst für die vaginale Geburt entscheiden müssen, während sie sich jetzt noch bewusst für den Kaiserschnitt entscheiden."  

 

Er malt damit ein Bild, gegen das sich auch die Hebamme Ulrike Schuster wehrt. Sie ist längst aus dieser „Maschinerie“, wie sie sagt,  ausgestiegen und arbeitet nun im Waldviertel als Hebamme für Hausgeburten. Sie weiß viel von Angstmache und Zeitdruck zu berichten: „Wenn man Schwangeren sagt, für ihr Kind wäre das besser, sagt kaum eine Frau: 'Ich will das nicht!'. Damit hat man die meisten schon gefangen. Man macht ihnen Angst und hängt es am Kind auf." 

 

Doch was sind die wahren Gründe für das rapide Ansteigen der Rate an Kaiserschnitten, und was hätten viele Mütter und Väter bei der Geburt gerne besser gemacht, wenn sie nur die Wahl gehabt hätten? 

 

Renate Großbichler, leitende Hebamme des SMZ Ost Wien, sieht den Vorteil des Kaiserschnittes in seiner guten Planbarkeit: „Das ist eine sehr bequeme Geschichte. Ich hab’ keine Rufbereitschaft, ich kann die Sache in einer halben Stunde erledigt haben, hab’ die Mutter unter Dach und Fach“.   

 

Im Mittelpunkt von MEINE NARBE stehen junge Mütter und Väter und ihr persönliches Erleben mit der Schnittentbindung. In schonungslos ehrlichen Interviews schildern sie Erwartungen und Wünsche, die sie an die Geburt ihres Kindes hatten, ihr körperliches und seelisches Empfinden sowie die oft langwierigen Folgen dieses Ereignisses: „Ich habe mich komplett auf meinen Frauenarzt verlassen. Wenn der sagt, es ist etwas, dann ist etwas. Und so bin ich zwei Wochen später auf dem OP-Tisch gelegen.“  

 

Der Film gewährt tiefe Einblicke in ganz persönliche Geburtserlebnisse von Männern und Frauen und zeigt intime Momente, die bis dato noch mit kaum einem anderen Menschen geteilt wurden.

 

 

JETZT auf DVD und als Video on Demand bei Flimmit!

 

Credits

 
Regie:
Mirjam Unger
 
Buch:

Mirjam Unger und Judith Raunig

 

Idee:

Judith Raunig

 

Kamera:

Eva Testor

 

Kameraassistenz:

Christian Flatzek

 

Ton:

Peter Utvary

Klaus Kellermann

 
Schnitt:

Niki Mossböck

 

Produktionsleitung:

Daniela Patz

 

Herstellungsleitung:

Markus Glaser

 
Produzenten:

Markus Glaser

Wolfgang Widerhofer

Michael Kitzberger

Nikolaus Geyrhalter

 

Produktion: 

NGF Geyrhalterfilm

 

Mit Unterstützung von:

ORF

Fernsehfonds Austria

Filmfonds Wien

Land Niederösterreich Kultur 

 

Jetzt Sehen

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Preise

Nominierung für den österreichischen Film- und Fernsehpreis ROMY in der Kategorie Beste TV-Dokumentation
(2015)
Nominierung für den Fernsehpreis der Erwachsenenbildung in der Sparte Fernsehfilm
(2015)

Termine

30.05.2017 23:50

3sat

22.04.2015 20:15

3sat

05.12.2014

VOD bei www.flimmit.com

05.12.2014

DVD erhältlich

27.11.2014 11:50

ORF 2

26.11.2014 20:15

ORF 3

25.11.2014 22:35

ORF 2

mit Unterstützung von

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Produktion

ngf